Kulturwirtschaft: Ansatz und Entwicklungsmöglichkeiten im Ruhrgebiet
27. Februar 2008
„Kulturwirtschaft ist eine wichtige und wachsende Wirtschaftsbranche“, betont Ralf Ebert vom Dortmunder Planungs- und Beratungsbüro STADTart. Er muss es wissen, hat er doch am neuen Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht der Stadt Dortmund entscheidend mitgewirkt.
Sein Vortrag bei der WAM verdeutlichte nicht nur den angehenden Kulturmanagern, welches Zukunftspotenzial dieser Branche zukommt. Dem Ruhrgebiet, das ja noch immer mit den Folgen des Strukturwandels zu kämpfen hat, ist mit dem Titel „Kulturhauptstadt Europas 2010“ ein großer Wurf gelungen. Dies bietet für die Region große Entwicklungschancen.
Bisher war die Verteilung der bedeutenden Medien-Standorte in NRW deutlich sichtbar: Köln und auch Düsseldorf liegen bislang klar vor dem Revier. „2010“ wird da sicherlich eine Aufwertung des Kulturstandortes Dortmund und eine weitere Annäherung an die Spitzenstandorte möglich machen. Problematisch sei dabei, so Raumplaner Ralf Ebert, dass das Ruhrgebiet sich schwer tue mit „einer“ Stimme zu sprechen. Kirchturmpolitik stehe doch mitunter effektiver, gemeinsamer Kulturwirtschaft erheblich im Wege.
Wichtig sei, die Ansiedlung von Kultur im Revier, also auch in Dortmund, systematisch zu fördern. Insbesondere auf dem Veranstaltungssektor habe die Stadt ohnehin schon ein ausgesprochen gutes Standing. Im Sinne von „Stärken stärken“ sei dies deshalb Dortmunds potenzieller Zukunftsfaktor Nr.1 im Bereich Kulturwirtschaft.
Paul Blanke-Bartz von der Dortmunder Wirtschaftsförderung versicherte, dass die Stadt sich dafür einsetze, das Image für kreativwirtschaftliches Potenzial weiter aufzubessern.
Außerdem sei ein ganz ausdrückliches Ziel, die hier ausgebildeten Nachwuchskräfte – also auch die Absolventen der WAM - mit attraktiven Möglichkeiten der Kulturwirtschaft am Standort Dortmund halten zu können.
Die Veranstaltung fand am 27.2.2008 um 18.00 Uhr im Audimäxchen der WAM statt.





