Uwe Boll besucht die WAM
12. Juni 2012
Uwe Boll, einer der wenigen international bekannten deutschen Filmregisseure und Produzenten, berichtet am 12. Juni um 14 Uhr in der WAM über seine aktuellen Projekte und gibt Einblicke in seine heftig diskutierte, umfangreiche Filmografie, z.B. wie Filme im großen Stil professionell finanziert werden. „Last-in - First-out“-Investitionen sind sein Markenzeichen. Das risikoarme Geschäftsmodell setzt stark auf englischsprachige Genrefilme die im Vergleich mit deutschen Filmen deutlich höhere Renditen erzielen.
Bekannt geworden ist Uwe Boll unter anderem durch zahlreiche Computerspiel-Verfilmungen, die eine große und treue Fangemeinde mit sich bringen. Diese Fans wollen „ihr Spiel“ nicht nur im Kino, sondern auch daheim auf DVD sehen - ein Trend, den Boll früh erkannte und bediente.
Trotz vielfältiger Kritik (2008 sammelte eine Internet-Petition 330.000 virtuelle Unterschriften, die Boll zur Einstellung aller Tätigkeiten im Filmgeschäft auffordern) setzt Boll auf eine konsequente Vermarktungskette seiner Filme und steuert diese aus einer Hand. Vom Kinostart bis zum Merchandising, von der DVD-Produktion bis hin zum Free-TV: Hier können WAM Studenten kritisch vom Praktiker lernen.
Die Veranstaltung ist für die Studenten der Film- und Fernsehproduktion/Regie der WAM gehalten, ein begrenztes Gastkontingent steht auf Anfrage im Sekretariat der WAM (0231-861 008 0 oder info@wam.de) für Ehemalige und Medienvertreter zur Verfügung.
Stefan Wiesmann/Dirk Polte


