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Rollenspiele zum Erfolge

Verfasst am August 6th, 2010 in Summerschool von WAM

Studenten der WAM erproben die Praxis

Derzeit findet an der Medienakademie WAM in Dortmund die alljährliche „Summer School“ statt. Hierbei stellt sich die Frage, ob es sich für die angehenden Studenten lohnt, für ihre Ausbildung tief in die Tasche zu greifen und sogar Kredite aufzunehmen. Frank Hilgenfeld, Dozent für Journalismus und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an der WAM, bejaht diese Frage klar. Zum einen weist er darauf hin, dass die Betreuung der Studierenden dank kleinerer Gruppen viel intensiver sei und das Studium an sich so viel praxisbezogener ablaufen könne. Die Studenten seien „handverlesen und überaus motiviert“. Hilgenfeld, der selbst als Pressesprecher eines Unternehmens tätig ist, betont außerdem, dass die Dozenten alle aus der Praxis kämen und die Unterrichtsinhalte so besser vermitteln werden könnten. „Dadurch sind die Studenten nach ihrem Abschluss sofort arbeitsfähig“ und es bestehe nicht die Gefahr, dass sie nach bestandener Prüfung „in einem Elfenbeinturm“ steckten, während Abgänger von privaten Hochschulen dank Rollenspielen wie Redaktionssitzungen und alltäglicher Arbeit am Computer besser auf das Berufsleben vorbereitet würden. „Unsere Absolventen sollen sich bewähren und vom ersten Tag an produktiv mitarbeiten können“ meint Hilgenfeld und unterstreicht, dass relevante Studiengänge wie z.B. Moderation an staatlichen Universitäten gar nicht erst angeboten würden.

Die hohen Studiengebühren erklärt Hilgenfeld damit, dass sich private Hochschulen ausschließlich aus eben diesen Geldern finanzieren würden und nicht aus Steuern so wie die staatlichen Universitäten. Hierbei kommt aber die Frage auf, wofür die in Deutschland neu eingerichteten Studiengebühren an staatlichen Hochschulen überhaupt gut seien, denn laut Hilgenfeld würden sich die Studiengänge nur kaum von seiner Studienzeit unterscheiden, wo man noch umsonst studieren konnte. Beim Thema Studiengebühren biete sich der Vergleich mit den USA an, wo es Gang und Gäbe sei, dass Studenten Kredite aufnähmen um für eine qualifizierte Ausbildung zu bezahlen.

Letztendlich sollte natürlich individuell entschieden werden, ob man bereit ist, sehr viel Geld für seine Ausbildung auszugeben, aber man sollte dabei immer bedenken, dass man damit in seine eigene Zukunft investiert und in einigen Bildungseinrichtungen vielleicht mehr für sein Geld geboten würde als in anderen.

Verfasst von Louisa Zimmermann

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